Presseberichte

Beim berittenen Trompeterkorps „Heidedragoner Uetzingen e.V.“

Am vergangenen Wochenende machten sich die Musiker des Berittenen Fanfarenzuges Freckenhorst auf den Weg nach Walsrode in der Lüneburger Heide. Das Probewochenende der Freckenhorster wurde in diesem Jahr mit dem Besuch eines dort ansässigen, berittenen Trompeterkorps verbunden.

Das berittene Trompeterkorps „Heidedragoner Uetzingen e.V.“ war nach Recherchen im Internet auf die Rotröcke aus Freckenhorst gestoßen. Der 1. Vorsitzende nahm Kontakt zu Randolph Mevert auf. Da es in Deutschland nur wenige berittene Musikgruppen gibt und diese Kontakte sehr wertvoll sind lud er im vergangenen Sommer eine kleine Abordnung der Musikerkollegen aus der Lüneburger Heide zu einem Erfahrungsaustausch nach Freckenhorst ein. Die Einladung zum Gegenbesuch folgte prompt.

Einmal im Jahr präsentieren sich die Heidedragoner auf dem Reiterhof der Familie von Samson in Bomlitz. Die Familie stellt dem Verein Pferde und Proberäumlichkeiten zur Verfügung. Vor 300 geladenen Gästen wird zu Pferde und im Stand das musikalische Können zum Besten gegeben.
Die Musiker des Berittenen Fanfarenzuges Freckenhorst e.V. waren in diesem Jahr als musikalische Gäste eingeladen das Programm mitzugestalten. Gemeinsam mit den Musikerkollegen gaben sie ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Konzert. Das Publikum war begeistert und forderte lautstark eine Zugabe nach der anderen.

Mit vielen neuen Eindrücken ging es am Sonntagabend zurück nach Freckenhorst. Der 1. Vorsitzende Randolph Mevert: „Es war für uns ein sehr spannendes Wochenende. Es ist interessant zu sehen wie die Musikerkollegen ihre Pferde ausbilden, die Transporte zu den Auftrittsorten organisieren, die Vereinsverwaltung managen und was sonst so alles in einem berittenen Musikzug zu tun ist organisieren. Wir werden uns auf jeden Fall wiedersehen.“

Schnupperprobe für Kinder

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Der Berittene Fanfarenzug Freckenhorst möchte sich vorstellen. Nicht wie sonst einem großen sondern einem eher kleinen Publikum. Am Donnerstag, den 19. April wird es im Proberaum der Rotröcke an der Grundschulturnhalle in Freckenhorst eine „Schnupperprobe“ geben. Alle Kinder ab 8 Jahren, die Lust haben das Trompetespielen zu erlernen, sind ganz herzlich eingeladen. Los geht’s um 18 Uhr. Die Kinder können erste Versuche an der Trompete unternehmen, Fragen stellen und sich umsehen. Ab 19 Uhr wird die aktuelle Nachwuchsgruppe ihr Können zum Besten geben und Ausbilder Lukas Achtermann wird Fragen rund um den Verein und die Ausbildung beantworten. Natürlich sind auch interessierte Erwachsene und Quereinsteiger herzlich willkommen.

Pferde-Musik-Gemeinschaft. Diese drei Grundpfeiler machen seit 1963 den Berittenen Fanfarenzug Freckenhorst aus. Die Musiker sind weit über die Grenzen Warendorfs und sogar Deutschlands hinaus bekannt und mit ihren Instrumenten gern gesehene Gäste im Stand wie auch zu Pferde.

Pressemittelung: 13.04.2018

2. Platz bei „Jugend musiziert“

Die Freckenhorsterin Marie Kuckelmann hat im Januar am Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Ahlen teilgenommen. Mit ihrer Trompete überzeugte sie die Jury mühelos. In einer zwanzigminütigen Darbietung waren mindestens drei vollständige Werke oder Sätze aus unterschiedlichen Epochen mit und ohne Begleitung vorzutragen. Souverän meisterte die 14jährige diese anspruchsvolle Aufgabe und freute sich anschließend über einen tollen 2. Platz.

„Jugend musiziert“ motiviert Jahr für Jahr junge Musikerinnen und Musiker zu besonderen künstlerischen Leistungen. Sich als Solist einer fachkundigen Jury vorzustellen ist eine große Herausforderung und fordert neben einer guten Vorbereitung auch großes Talent.

Marie Kuckelmann ist seit 2011 im Berittenen Fanfarenzug Freckenhorst aktiv. Die Nachwuchsmusiker werden dort seit Jahren von Tristan Iser, Dozent für Popularmusik, unterrichtet. Gemeinsam wählten sie die Stücke aus und bereiteten den musikalischen Vortrag durch intensive Proben akribisch vor.

Direkt nach der erfolgreichen Darbietung ging es für die junge Musikerin nach Berlin. Dort besuchten die Rotröcke gerade die Internationale Grüne Woche. Gänzlich fehlen kam für die Freckenhorsterin auf gar keinen Fall in Frage und so ging es mit dem Zug in die Bundeshauptstadt. Mit Jubel und Applaus wurde Marie Kuckelmann von Ihren Vereinskollegen begrüßt und gefeiert.

Berlin ist eine Reise wert

Das kann wohl jeder, der die Bundeshauptstadt schon einmal besucht hat, bestätigen. Den Musikern des Berittenen Fanfarenzuges Freckenhorst ist sie weitaus mehr als eine Reise wert: zum 31. Mal in Folge waren sie am vergangenen Wochenende auf der Grünen Woche in Berlin zu Gast. Auf der internationalen Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau betreiben sie seit Jahr und Tag beste Werbung für die Stiftsstadt Freckenhorst und die heimische Region.

Am Freitagmittag machten sich die Freckenhorster mit dem Bus auf den Weg. In Berlin Mitte bezogen sie gegen Abend ihr Hotel und erkundeten anschließend die umliegenden Restaurants und Kneipen.

Der Samstagmorgen startete traditionell mit einer mehrstündigen Stadtrundfahrt. Mit Witz, Charme und original „Berliner Schnauze“ lotste die Stadtführerin den vereinseigenen Busfahrer Martin Fabisch durch Gegenden der Stadt, die den Rotröcken noch unbekannt waren. Zwar sind viele der Musiker schon sehr oft in der Stadt gewesen; Berlin ist aber so groß und es gibt so viel zu sehen, dass sich das Reiseziel in den nächsten Jahren keinesfalls ändern muss. Ein Highlight war sicherlich der Besuch des Alliierten Museums in Berlin Dahlem, in dem unter Anderem ein originaler „Rosinenbomber“ aus der Zeit der Berliner Luftbrücke sowie Teile des Berliner Spionagetunnels zu sehen sind. Am meisten beeindruckte die Freckenhorster allerdings das Kanzleramt. In einer ca. zweistündigen Führung ging es kreuz und quer durch das große Haus; ein sehr beeindruckendes Gebäude mit vielen interessanten Details. Die Rotröcke bekamen einen Einblick in den politischen Alltag und dank des sehr versierten Begleiters der Gruppe auch ihre vielen Fragen ausführlich und zufriedenstellend beantwortet.
Im Anschluss ging es zum ersten Auftritt auf der Grünen Woche. Das Programm der Land-Schau der Agrarsozialen Gesellschaft Göttingen wird traditionell musikalisch von den Rotröcken begleitet.

Der Sonntag stand, wie in jedem Jahr, ganz im Zeichen der internationalen Messe. Auftakt bildete der Auftritt auf der Bühne des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Dort wurden die Freckenhorster Rotröcke schon erwartet um das Publikum zwischen den Programmpunkten zu unterhalten. Auch auf der Land-Schau waren sie mehrmals zu sehen, besonders aber zu hören. Der 1. Vorsitzende Randolph Mevert wurde dort spontan zu einem Gastauftritt im Programm der Zirkusgruppe Ubuntu überredet. Beim Jonglieren zeigte er großes Geschick und erntete dafür tosenden Applaus. Die auf der Messe am häufigsten gestellte Frage an die Musiker war: „Wo sind denn Ihre Pferde? Sie sind doch schließlich ein berittener Fanfarenzug.“ Eine sehr berechtigte Frage, wie der musikalische Leiter Jörg Middendorf fand und diese geduldig wieder und wieder beantwortete.

Die Grüne Woche ist in jedem Jahr eine lohnende Angelegenheit für die Musikerinnen und Musiker des Berittenen Fanfarezuges Freckenhorst. Es ist immer Gelegenheit alte Kontakte zu pflegen und den ein oder anderen neuen zu knüpfen. Auch deshalb werden sie sich im Januar 2019 wieder aufmachen in die Bundeshauptstadt Berlin.

Pressemitteilung: 30.01.2018

Beste Werbung für die Region

Der Berittene Fanfarenzug Freckenhorst war zum 30. Mal in Folge zu Gast auf der „ Internationalen Grünen Woche“ in Berlin. Die Musiker, diesmal als Fußtruppe, bertrieben mit ihren schwungvollen Melodien beste Werbung für die Stiftsstadt Freckenhorst und die heimische Region. Auch im Jahr 2018 werden sie wieder dabei sein, denn die Messe bietet die Gelegenheit alte Kontakte zu pflegen und neue Verbindungen zu knüpfen.

Auf Einladung der Agrarsozialen Gesellschaft aus Göttingen sowie des Landes NRW ging es am vergangenen Freitag mit dem Bus in Richtung Bundeshauptstadt. Am Abend trafen sich die Freckenhorster Rotröcke mit alten Freunden: mit der Musikkapelle Lechbruck aus dem Allgäu verbindet sie eine über 30jährige Freundschaft. In dieser langen Zeit hat es unzählige gegenseitige Besuche gegeben und als feststand, dass beide Musikkapellen am gleichen Wochenende in Berlin sein werden, war die Freude auf beiden Seiten groß.

Der Samstag wurde in diesem Jahr genutzt um den Osten Berlins einmal näher kennenzulernen. Die eigens dafür engagierte Stadtführerin lotste den vereinseigenen Busfahrer Martin Fabisch bis zum Nachmittag kreuz und quer durch den Ostteil der Stadt. Sie hatte viel Interessantes aber auch Lustiges und Kurioses zu erzählen. Auch für die Musiker, die schon unzählige Stadtrundfahrten in Berlin erlebt haben, war diese andere Seite von Berlin sehr interessant und abwechslungsreich.
Am späten Nachmittag ging es zum ersten Auftritt auf die Grüne Woche. Auf der Land-Schau-Bühe der Agrarsozialen Gesellschaft umrahmten Sie das Showprogramm. Abends gaben die Freckenhorster Rotröcke zusammen mit ihren Freunden aus Lechbruck ein Konzert im Europacenter. Dafür ernteten die Musiker tosenden Applaus.

Sonntagmorgen hieß es dann für alle früh aufstehen, um auf der gut besuchten, internationalen Grünen Woche den zahlreichen Verpflichtungen nachzukommen. Wie in jedem Jahr spielten die Berittenen auf der Bühne des Landes Nordrhein-Westfalen und wurden mit offenen Armen und Begeisterung empfangen. Im großen Ring der Halle 25 erwartete man die Rotröcke ebenfalls um bei der Danksagung und Ehrung der zahlreichen Teilnehmer und Helfer aufzuspielen, die durch ihr Mitwirken zu einem tollen Programm beigetragen hatten. Zum Abschluss einer jeden Grünen Woche spielen die Freckenhorster Musiker auf der Bühne der Bund-Land-Schau auf. Hier sind sie alte Bekannte und Moderatorin Petra Schwarz versuchte, Wie in jedem Jahr, dem musikalischen Leiter Jörg Middendorf das Versprechen abzuringen im nächsten Jahr doch die Pferde mitzubringen.

Am Abend hieß es dann Abschied nehmen von der Internationalen Messe, von den Musikerfreunden aus Lechbruck, vielen weiteren Freunden und Bekannten und natürlich von Berlin.

Pressemitteilung, 01.02.2017

Auch beim Jahresabschluss mit Pferden unterwegs

Gruppenbild am Gut EmstalFür die Mitglieder des Berittenen Fanfarenzuges Freckenhorst e.V. geht das Jahr langsam aber sicher zuende. Die Musiker können auch auf 2015 mit großer Zufriedenheit zurückblicken. Sie sind viel herumgekommen in diesem Jahr. Mit ihrem Pferden waren sie in Rodenberg nahe Hannover, in Horn Bad Meinberg und Düsseldorf-Wersten zu Gast. Natürlich waren sie auch beim Freckenhorster Bürgerschützenfest sowie beim Bogenritt in Warendorf mit von der Partie. Das berittene Highlight in diesem Jahr war aber sicherlich der Wochenendausflug nach Bad Sachsa im Harz. Aber auch ohne ihre vierbeinigen Freunde waren sie viel gefragt und oft über die Kreisgrenzen hinaus unterwegs.

Am vergangenen Sonntag feierten die Rotröcke zusammen mit ihren Familien und den Ehrenmitgliedern des Vereins das Jahresabschlussfest. Mit Planwagen ging es zu einer Besichtigung zum Gut Emstal in Warendorf. Auf dem Weg dorthin gab es Reibekuchen, Apfelmuß, Glühwein und Kinderpunsch für alle. Zurück im Proberaum an der Everword-Grundschule in Freckenhorst ließen die Musiker mit Fotos das Jahr revue passieren. Der 1. Vorsitzende Randolph Mevert überreichte Präsente an verdiente Mitglieder und dankte allen Musikern für ihr Engagement im vergangenen Jahr. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und so saßen alle noch lange in gemütlicher Runde zusammen.

Am kommenden Samstag werden die Freckenhorster Musiker den Nikolaus traditionell auf dem Stiftsmarkt empfangen bevor dieser alle Kinder zuhause besucht. Sonntags nachmittags umrahmen sie den Weihnachtsmarkt in Oelde. Auf Einladung der FN spielen die Berittenen am 08.12. bei der Verleihung des PM Award auf der neuen Anlage des bekannten Reiters Ludger Beerbaum auf. Auch auf dem Freckenhorster Weihnachtsmarkt vom 12.-13. Dezember werden die Musiker zu finden sein. Dort betreiben die Mitglieder seit einigen Jahren einen Glühweinstand und geben am Sonntag nachmittag ein weihnachtliches Platzkonzert.

Pressemitteilung, 1.12.2015

Berittene begleiten Kutschenkorso im Harz

Gruppenbild in Bad SachsaZum Ende der Auftrittssaison zu Pferde wurde es noch einmal spannend für die Musiker des Berittenen Fanfarenzugs Freckenhorst. Sie fuhren mit ihren Pferden nach Bad Sachsa im Südharz, wo bereits zum 5. Mal der große Kutschenkorso stattfand. Die Rotröcke waren eingeladen, mit ihren schmissigen Fanfaren den Zug anzukündigen.

Los ging es am frühen Morgen. In Bad Sachsa angekommen, hieß es auch schon aufsitzen, da der große Kutschenkorso sich gegen 14 Uhr in Bewegung setzte. Viele Zuschauer säumten die Straßen Bad Sachsas und applaudierten begeistert. Einen Berittenen Fanfarenzug hatten bis dahin allein August Niemerg und seine Familie gesehen. Der gebürtige Freckenhorster lebt seit vielen Jahren im Harz und hatte den Kontakt über seinen Neffen Sebastian Niemerg hergestellt, der seit Jahren Kassierer des Berittenen Fanfarenzugs Freckenhorst ist. Ziel des Zugs war der große Schützenplatz, auf dem für das leibliche Wohl und Unterhaltung bestens gesorgt war.

Anschließend wurden die Pferde in ihr „Hotel“ gebracht. Ein Hofbesitzer aus einem Nachbarort hatte sich bereit erklärt, die immerhin 15 Vierbeiner zu beherbergen. Nachdem alle Pferde versorgt waren, gaben die Freckenhorster auf dem gut besuchten Festplatz eine Kostprobe ihres Könnens „zu Fuß“ und ernteten großen Applaus. Am frühen Abend wurde die Jugendherberge in Bad Sachsa bezogen und nochmals nach den Pferden gesehen. Der Abend klang in geselliger Runde gemütlich aus.

Am Sonntagmorgen wurden zunächst wieder die vierbeinigen Freunde versorgt, bevor das große Kurkonzert auf dem Programm stand. Im Kurpark hatten sich viele begeisterte Zuhörer vom Vortag eingefunden, und es wurde eine stimmungsvolle Stunde für Musiker und Gäste. August Niemerg verabschiedete die Rotröcke herzlich und bedankte sich überschwänglich bei allen.

Die Pferde wurden gegen Mittag wieder verladen und am Sonntagabend standen alle wieder im heimischen Stall. „Es war ein anstrengendes Wochenende, aber wir hatten, wie immer, viel Spaß. Wir sind eine tolle Gemeinschaft und alle packen mit an. So macht Vereinsleben richtig Laune“, erklärte der Vorsitzende Randolph Mevert.

Wer sich über den Berittenen Fanfarenzug Freckenhorst informieren möchte, kann dies unter www.berittenerfanfarenzug.de ausführlich tun. Wer das Trompete-, Fanfaren- oder Paukenspielen erlernen möchte oder bereits beherrscht, Spaß an Pferden hat und gerne mitmachen möchte, kann sich auch bei Randolph Mevert unter  w 02581/942289 melden.

Quelle: Die Glocke, Warendorf | Warendorf Stadtteile | 06.11.2015 | Seite 21

Berittene stellen sich und ihre musikalische Arbeit vor

Freckenhorst (ap). Dass Campino musikalisch ist, würde wohl jeder blind unterschreiben. Doch wenn es sich nicht um den Frontmann der Band „Die Toten Hosen“ handelt, sondern um ein ausgewachsenes Pferd, kann man schon mal ins Grübeln kommen.

Beim Tag der offenen Tür des Berittenen Fanfarenzugs Freckenhorst am vergangenen Wochenende hatte Campino, ein Neuzugang aus dem Besitz von Burkhard Buntenkötter aus Everswinkel, seinen ersten Auftritt. Fanfarenklängen gegenüber zeigte sich das Ross schon recht entspannt. Ballspielen allerdings mochte Campino nicht so gern. Als Jörg Middendorf, der musikalische Leiter der Berittenen, mit einem Hüpfball dribbelte, wurde das Pferd leicht nervös. Insgesamt zeigte sich Middendorf jedoch über die Entwicklung seines neuen Schützlings sehr zufrieden. „Campino hat das Heimspiel gut mitgemacht“, freute er sich. Ein nächster Test des Pferdes findet im kommenden Frühjahr statt.

Das Thema Sicherheit hat beim Berittenen Fanfarenzug oberste Priorität, wie Jörg Middendorf den vielen Zuschauern erläuterte. Da Pferde Fluchttiere seien, gebe es ein spezielles Training für die Tiere. „Ziel ist es, dass die Pferde alle möglichen Geräusche, die es bei einem Festumzug geben kann, bereits im Vorfeld kennenlernen.“ Zum Einsatz kämen beim Training unter anderem Regenschirme, Luftballons und Bälle. Trainiert werde zum Beispiel aber auch das Überqueren von Bahngleisen oder Gullideckeln.

Es wurde jedoch nicht nur ein Einblick hinter die Kulissen gewährt, darüber hinaus erfuhren die Besucher, die sich am Tag der offenen Tür die Klinke in die Hand gaben, dass die Pauken der Musiker ebenso Spezialanfertigungen sind wie die Transportanhänger, in denen die Pferde zu den jeweiligen Veranstaltung gefahren werden.

Selbstverständlich gaben die Musiker auch Kostproben ihres Könnens. Besichtig werden konnte am Sonntag außerdem der Probenraum des Fanfarenzugs, der aktuell aus 45 Musikern besteht, von denen 25 die Hauptgruppe bilden.

Unter den Besuchern waren auch die beiden Bürgermeisterkandidaten Andreas Hornung und Axel Linke, ebenso wie der noch amtierende Bürgermeister Jochen Walter. Als Abschiedsgeschenk wurde Walter ein gusseisernes Wappen des Vereins überreicht.

Quelle: Die Glocke, Warendorf | Warendorf Stadtteile | 09.09.2015 | Seite 19

Einladung zum Heimspiel am 6. September

Einladung Tag der offenen TürJedes Jahr erreichen die Mitglieder des Berittenen Fanfarenzuges Freckenhorst e.V. viele Einladungen. Ob Auftritte zu Pferde oder im Stand; die Musiker sind, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus, sehr gefragt. Deshalb freuen sich die Freckenhorster immer über neue Musiker, die eventuell auch Spaß an Pferden haben.
Seit mehr als 30 Jahren bildet die musikalische Nachwuchsausbildung beim Berittenen Fanfarenzug Freckenhorst einen Schwerpunkt. Dem musikalischer Leiter des Fanfarenzuges Jörg Middendorf stehen bei der Ausbildung Musiklehrer Tristan Iser sowie Lukas Achtermann zur Seite. Um dem hohen musikalischen Niveau des Vereins auch in der Nachwuchsausbildung zu entsprechen, wurde ein dreistufiges Ausbildungskonzept entwickelt.

Jungmusiker: Das Ausbildungskonzept sieht zu Beginn einmal pro Woche einen Einzelunterrichteinheit von 20 Minuten vor, in dem Tristan Iser den Jungmusiker individuell fördert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der korrekten Ansatztechnik, die ständig verfeinert und wenn nötig korrigiert wird. Denn früh angewöhnte Fehler lassen sich später nur schwer korrigieren und verhindern eine musikalische Weiterentwicklung. In den Unterrichtseinheiten werden dem Jungmusiker die Grundlagen der Musik und der Notenkunde vermittelt und neue Stücke vorbereitet, die dann zu Hause in regelmäßigen Übungseinheiten geprobt werden. „Jeder Anfang ist schwer“: damit bereits die ersten Töne auf der Trompete auch bei eher eintönigen Tonleiter- oder Halteübungen Spaß machen, wird Begleitmusik von Lern-CDs eingesetzt, zu der der Jungmusiker seinen Teil der Musik auf der Trompete beiträgt. Mitmachen kann jeder ab dem 8. Lebensjahr. Der Verein stellt jedem Musiker eine Trompete zur Verfügung und beteiligt sich an den finanziellen Kosten des Probenunterrichts. Durch den anfänglichen Einzelunterricht können auch ältere Kinder und Jugendliche problemlos anfangen und durch entsprechende Proben schneller ins Nachwuchsorchester wechseln.

Da sich die Blasmusik in der Regel aus einem Gemeinschaftswerk vieler Musiker zusammensetzt, bei dem es auf das richtige Zusammenspiel ankommt, werden nach einigen Monaten regelmäßig Probeneinheiten von Jungmusikern mit gleichem Leistungsniveau zu einer längeren Probeneinheit zusammengelegt, bei der 2-3 Musiker miteinander musizieren. Die Gemeinschaft, die einen Verein ausmacht, wird zudem dadurch gestärkt, dass zusätzlich zwei öffentliche Auftritte der Jungmusiker pro Jahr mit jeweils sechs zusätzlichen Probeneinheiten durch den musikalischen Leiter Jörg Middendorf vorbereitet werden.

Nachwuchsorchester: Sind die musikalischen Grundlagen vermittelt und ein Zusammenspiel problemlos möglich, kommen die Jungmusiker in das Nachwuchsorchester. Neben dem wöchentlich 20minütigen Einzelunterricht werden alle Musiker des Nachwuchsorchesters zusammen eine Stunde pro Woche von Lukas Achtermann unterrichtet. Des Weiteren nehmen die Musiker an der ersten Halbzeit der Gesamtprobe des Vereins am Freitagabend teil, bei dem sie das Repertoire des Vereins kennenlernen. Durch den Gruppenunterricht entstehen keine weiteren Kosten, da dieser komplett vom Verein getragen wird. Zum Start in die nächste Saison erhalten alle Mitglieder des Nachwuchsorchesters auch die rote Reiteruniform und sind somit bereits bei vielen Auftritten des Vereins dabei. Kurz vor den Sommerferien findet jährlich ein musikalischer Vorspielabend statt, bei dem alle Jung- und Nachwuchsmusiker ihr Können vor Eltern, Geschwister, Großeltern und Vereinsmitgliedern präsentieren.

Der Berittene Fanfarenzug: Drei Hobbys in einem! Trompete spielen – Gemeinschaft – Reiten

Damit auch später das Musizieren hoch zu Ross möglich ist, wird das Reiten und der Umgang mit Pferden in den Wintermonaten durch Workshops erlernt. Darüber hinaus finden an einigen Wochenenden in den Sommermonaten Trainings für neue Reiter statt, bei dem zum ersten Mal das gleichzeitige Reiten und Musizieren geübt wird. Der Reitunterricht und der Umgang mit Pferden findet zu jeder Zeit auf freiwilliger Basis statt und ist für die Mitgliedschaft im Verein nicht erforderlich.

Neben den gemeinsamen Proben und Auftritten spiegelt sich das Vereinsleben auch in gemeinschaftlichen Aktionen wider. Sei es ein Jugendwochenende mit Zelten oder die Jahresabschlussveranstaltung mit allen Aktiven, die jung und alt gemeinsam gestalten. Hinzu kommen weitere Aktionen im Verein, wie: Schulung neuer Pferde vor Saisonbeginn,
gemeinsame Pflege des Vereinsequipments (Instrumente, Pferdegeschirr, Anhänger, Probenraum, …), Vorbereitungen zum örtlichen Schützenfest oder spontane Grillabende nach einem Auftritt.

Konzertgruppe: Nach einigen Jahren der musikalischen Ausbildung erreichen die Musiker die Konzertgruppe. Damit endet der Einzelunterricht und es wird freitags in einer zweistündigen Gesamtprobe das Repertoire erweitert. Hinzu kommen je nach Anlass gemeinsame Stimmproben. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sind sie bei allen Auftritten, Fahrten und Probewochenenden dabei. Natürlich freuen sich die Freckenhorster Musiker auch immer über Quereinsteiger, die die Trompete und/oder die Pauke schon beherrschen und direkt in die Konzertgruppe einsteigen können.

Am 06. September veranstalten die Mitglieder des Berittenen Fanfarenzuges Freckenhorst e.V. einen Tag der offenen Tür am Proberaum der Rotröcke an der Grundschulturnhalle in Freckenhorst. Von 15 bis 18 Uhr wird es Schnupperkurse an Pauke und Trompete sowie Pferdevorführungen und viel Musik geben. Für das leibliche Wohl wird gesorgt: es gibt Kaffee und Kuchen, Bratwurst vom Grill und gekühlte Getränke. Das Motto lautet: „Heimspiel – Hinter den Kulissen“. Hier bietet sich die optimale Gelegenheit für alle Interessierten sich zu informieren und eben mal „hinter die Kulissen“ zusehen.

Wer sich vorab schon informieren möchte findet unter www.berittenerfanfarenzug.de ausführliche Informationen. Am Tag der offenen Tür werden dann der Vorstand sowie die Mitglieder für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen.

Ein berittener Auftritt steht für dieses Jahr noch im Kalender. Am 03.Oktober werden die Berittenen aus Freckenhorst das Kutschenkorso in Bad Sachsa im Harz anführen. Ross und Reiter werden dort auch übernachten und am nächsten Morgen ein festliches Hochamt musikalisch gestalten bevor es wieder Richtung Heimat geht.

Quelle: Pressemitteilung des Vereins, 18.08.2015

Training für Vierbeiner

Keine Scheu vor Flagge und Fanfare

Die Kutsche ziehen: Darin sind die Pferde von Josef Stammkötter Experten. Doch können sie auch mit Flaggen umgehen, die ihnen an die Köpfe wehen, mit lauten Fanfarenklängen – und mit Reitern? Das wollen einige Mitglieder des Berittenen Fanfarenzugs Freckenhorst herausfinden.

Sie sind an diesem Abend auf dem Hof in Warendorf, um die Pferde zu testen und ein erstes Mal zu trainieren. Regelmäßig suchen der Vorsitzende Randolph Mevert und andere Mitglieder nach geeigneten Vierbeinern, die bei den Auftritten des Fanfarenzugs dabei sein können.

Da die Stammkötter-Vierbeiner keine Reiter gewöhnt sind, lautet die erste Einheit: Aufsitzen. Prinz zuckt zusammen, wenn Tina Middendorf den Stiefel in den Steigbügel setzt. Das klappt noch nicht – er wird erst einmal geführt. Bei Cessna, Aische und Freddy funktioniert es dagegen schneller. Eine Runde nach der anderen ziehen die Reiter Dustin Neumann, Klaus Achtermann und Florian Rompusch auf dem Rücken der Pferde über die Wiese.

Doch eine ruhige Wiese ist eben nicht die Umgebung, die auf die Pferde wartet, wenn sie bei Auftritten des Fanfarenzugs mitgehen – vielmehr sind es Straßen, auch mit Kanaldeckeln oder Holzbrücken, es ist hektisch, und es kann laut werden. „Jedes Pferd erschrickt sich bei Lärm“, sagt Mevert. „Die Frage ist: wie sehr?“

Tina Middendorf hat inzwischen einen Weg gefunden, wie sie auf den Rücken von Prinz gelangen kann: die Stiefelspitze verstellen, sodass sie ihn nicht in den Bauch trifft. Somit haben alle Pferde gelernt, was es heißt, einen Reiter zu tragen, und es kann weitergehen mit Lektion 2. Dafür wedelt Jörg Middendorf zunächst ein wenig mit einer der Fanfaren des Zugs herum. Sie sind mit einer samtenen, roten Fahne geschmückt – auch etwas, womit die Pferde sonst nicht in Berührung kommen. Prinz ist aber ganz neugierig und beschnüffelt die Fanfare. So beginnt Middendorf, auf ihr zu spielen. Ein lauter, aber angenehmer Ton entsteht – offenbar auch angenehm für Pferdeohren, denn die vier zeigen keinerlei Irritationen. „Mit den Fanfaren haben die eigentlich gar kein Problem“, erklärt Randolph Mevert. „Die reagieren eher auf scheppernde Trommeln und hohe Flötentöne.“ Auch die nächste Stufe bewältigen die Pferde mit etwas Eingewöhnung problemlos: Weitere Fanfaren kommen ins Spiel, schließlich blasen auch ihre Reiter welche.

Pferde lernen durch Training viel Neues

Etwa ein Drittel der Mitglieder besitze selbst Pferde, sagt Mevert. Die restlichen der 24 Vierbeiner gehören Besitzern aus Freckenhorst und Umgebung. Für die Besitzer sei das Training ihrer Pferde mit dem Berittenen Fanfarenzug auch von Vorteil, sagt der Vorsitzende: „Dadurch lernen die Pferde Dinge, die sie vorher nicht kannten, sie werden ruhiger.“

Die vier Stammkötter-Pferde sind nun bei der letzten Disziplin für diesen Tag angekommen: die große Flagge. Mevert lässt eine Kanada-Flagge im Wind flattern, legt sie den Tieren über Kopf und Schulter. Auch das klappt gut. „Es ist Wahnsinn, was die in einer Stunde gelernt haben“, resümiert Jörg Middendorf. Weitere Trainingseinheiten werden folgen, eine bereits am nächsten Abend. Schon beim Freckenhorster Schützenfest Ende des Monats könnte dann das eine oder andere dieser vier Pferde mitgehen.

Quelle: Tageszeitung, Die Glocke vom Fr, 17.07.2015

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